{"id":644,"date":"2022-12-27T14:35:43","date_gmt":"2022-12-27T14:35:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-dettelbach.de\/?p=644"},"modified":"2022-12-27T14:35:44","modified_gmt":"2022-12-27T14:35:44","slug":"wahlrecht-ab-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-dettelbach-schwarzach.de\/?p=644","title":{"rendered":"Wahlrecht ab 16!"},"content":{"rendered":"\n<p>In unserer Arbeit mit jungen Menschen sehen wir, wie reflektiert und l\u00f6sungsorientiert viele junge Menschen sind. Wir m\u00fcssen dieses verantwortungsvolle Mitwirken an der Gemeinschaft st\u00e4rken, indem das Wahlalter auf 16 gesenkt wird. Hierf\u00fcr gibt es viele gute Argumente:<\/p>\n\n\n\n<p>a. Wenn man das Wahlalter auf 16 absenkt, dann liegt das durchschnittliche Wahlalter der Erstw\u00e4hler:innen bei 18 Jahren. Bei einer vierj\u00e4hrigen Wahlperiode l\u00e4ge der Altersbereich zwischen 16 und 20 Jahren, also erg\u00e4be sich ein Durchschnittsalter von 18.<\/p>\n\n\n\n<p>b. Viele Erwachsene kennen sich nicht mit den Details des Wahlsystems aus. W\u00fcrden wir voraussetzen, dass jede Person genau wei\u00df, was die Erst- und die Zweitstimme f\u00fcr eine Bedeutung haben, dann w\u00e4re vor jeder Wahl ein Wissenstest f\u00e4llig. Dies wird zurecht nicht gemacht. In der Folge ist aber auch das Argument ung\u00fcltig, dass 16j\u00e4hrige nicht hinreichend Bescheid wissen, wobei das Vorwissen in dieser Gruppe vielleicht sogar h\u00f6her ist als in der Gesamtbev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p>c. Jugendliche haben in der Pandemie auf vieles verzichtet, um alte Menschen zu sch\u00fctzen. Ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse finden dagegen viel weniger Geh\u00f6r. Wir m\u00fcssen ihr Gewicht in Wahlen st\u00e4rken, damit ihre Bed\u00fcrfnisse eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>d. Unsere Gesellschaft altert. Es gibt mittlerweile einen viel h\u00f6heren Anteil alter Menschen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Junge Menschen sind hierdurch schw\u00e4cher repr\u00e4sentiert. Auch deshalb muss ihre demokratische Repr\u00e4sentation st\u00e4rker gewichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>e. Eine fr\u00fchere Einbindung junger Menschen hilft ihnen, sich mit der Demokratie zu identifizieren, da sie sich aktiv einbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>f. Alle B\u00fcrger:innen in unserer Gesellschaft d\u00fcrfen w\u00e4hlen, egal ob sie nun eine geistige Behinderung, demenzielle Erkrankung oder psychische St\u00f6rung haben. Auch inhaftierte Personen haben ein Wahlrecht. Dies alles ist wichtig, aber wieso gew\u00e4hren wir dieses Recht dann nicht bereits Menschen ab 16?<\/p>\n\n\n\n<p>g. Manchmal wird agumentiert, dass ein Mensch Steuern zahlen und zur Gemeinschaft beitragen muss, um w\u00e4hlen zu d\u00fcrfen. Bei Erwachsenen legen wir dieses Kriterium dagegen nicht an, wieso also in der Adoleszenz (zumal viele junge Menschn Steuern zahlen, z. B. im Rahmen von Ausbildung oder Nebent\u00e4tigkeiten).<\/p>\n\n\n\n<p>h. Junge Menschen im Alter von 16 Jahren haben in fast allen F\u00e4llen einen Schulabschluss (mittlere Reife oder Mittelschulabschluss), auch diejenigen, die das Gymnasium besuchen. Sie haben das Wissen, um reflektiert entscheiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit den gleichen Argumenten, mit denen jungen Menschen das W\u00e4hlen verwehrt wird, wurden bis 1918 Frauen in Deutschland am W\u00e4hlen gehindert. Es wird Zeit, die Benachteiligung junger Menschen im politischen System zu beenden und ihnen die demokratische Repr\u00e4sentanz zu gew\u00e4hren, die sie verdienen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Arbeit mit jungen Menschen sehen wir, wie reflektiert und l\u00f6sungsorientiert viele junge Menschen sind. 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